Gelesen: HTML5 – Up and Running

On 5-09-2010, in Books, Netz, Uncategorized, by Peter Weiland

Die Weiterentwicklung des HTML-Standards stockte in den letzten Jahren ziemlich: Außer der etwas unglücklichen Reformulierung von HTML in XML passierte recht wenig – die interessanten Sachen fanden fast ausschließlich in der JavaScript-Gemeinde statt, die immer bessere Frameworks entwickelte (u.a. um Anwendungen zu entwickeln, die sich nach nativer Desktop-Applikation anfühlen). Auf der anderen Seite bauten die Browserhersteller neue Funktionen ein, die – von anderen übernommen – sich dann mehr oder weniger durchsetzten.

Mit HTML5 und der Unterstützung dieses Standards durch moderne Browser (v.a. auch in Mobilgeräten) ist es interessant, sich mal mit HTML eingehender zu beschäftigen. Ich hatte die Gelegenheit HTML5 – Up And Running von Mark Pilgrim (O’Reilly) als Reviewexemplar (ebook) zu bekommen – eine gute Möglichkeit, mich in die neuen Technologien einzulesen.

Das Buch startet mit einem kurzen Abriss, wie sich der HTML-Standard bis hin zu HTML5 entwickelte und welche Umwege und Irrwege dabei eingeschlagen wurden (schönes Zitat: “The ones that win are the ones that ship”). Im anschließenden Kapitel beschreibt der Autor in aller Kürze, welche neuen Features Bestandteil von HTML5 sind und wie man feststellen kann, ob ein Browser ein bestimmtes Feature unterstützt. Neben dem komfortablen Weg über die Modernizr JavaScript Library, wird auch immer noch gezeigt, wie man “zu Fuß” bestimmen kann, ob ein Feature unterstützt wird oder nicht. In Kapitel 3 dreht sich alles darum, wie sich das MarkUp mit HTML5 ändert: Am Beispiel einer Webseite wird gezeigt, wie sich der Aufbau mit HTML5 verändert bzw. vereinfacht. Sehr gut hat mir dabei gefallen, dass es auch einen kleinen Exkurs gibt, wie Browser unbekannte Elemente behandeln (natürlich machen das dies einzelnen Browser auf unterschiedliche Weise!). Die folgenden Kapitel gehen auf die “spektakulären” neuen Elemente von HTML5 ein. Das Canvas-Element ermöglicht es, im Browser-Fenster eine Zeichenfläche zu definieren. Ebenso gibt es HTML5 endlich eine standardisierte Form der Einbettung von Videos in Webpages (auch hier gibt es wieder einen sehr lesenswerter Exkurs zu den verschiedenen Videoformaten, in welchen Browsern sie unterstützt werden und wie man sie erzeugt). Nicht zuletzt durch die rasante Verbreitung von Smartphones mit GPS-Empfängern hat die Geolocation-API an Bedeutung gewonnen – damit ist es möglich, Websites zu entwickeln, die den Standort eines Nutzers auswerten um Informationen ortsspezifisch anzupassen (z.B. welche indischen Restaurants befinden sich in meiner Nähe). Ein weiterer, wichtiger Bestandteil von HTML5 ist lokale Speichern von Informationen (Web Storage) im Browser. Im Gegensatz zu Cookies lassen sich damit auch größere Datenmengen im Browser speichern. Eng damit zusammen hängt die Möglichkeit der Entwicklung von Webapplikationen, die auch ohne aktive Internetverbindung funktionieren. Dies hört sich zwar zunächst nach einem Widerspruch an, macht aber in der Praxis durchaus Sinn, z.B. für den Zugriff auf das Webmail-Konto, wenn man keine Netzanbindung hat. Den Erweiterungen von HTML5 bezüglich Formulare ist ein eigenes Kapitel gewidmet, da sich hinsichtlich der <input> types sehr viel getan hat. Zum Schluss der vertiefenden Kapitel geht der Autor noch auf die Unterstützung von Microformaten ein. HTML5 bietet hier eine standardisierte Möglichkeit zur semantischen Auszeichnung von Personen, Organisationen, Veranstaltungen, Zusammenfassungen oder auch Bewertungen, die von Suchmaschinen oder anderen Anwendungen ausgewertet werden können. Das Buch wird abgeschlossen, durch eine Liste aller neuen MarkUp-Elemente und wie man diese erkennen kann.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Die Ansprache an den Leser ist gelungen – der Text ist nicht zu trocken. Wie schon erwähnt gibt es immer mal wieder Exkurse, die die Materie etwas auflockern und Hintergrundwissen vermitteln. Die Unterstützung der vorgestellten HTML5-Features durch die großen Browser ist jeweils in einer kleinen Tabelle angegeben und darüberhinaus wird auch auf mögliche Workarounds eingegangen. Zusätzlich ist das Buch gespickt mit Links zu Online-Quellen: Dies fand ich ok, da ich die epub-Version gelesen habe. Leser der toter-Baum-Version werden davon wohl weniger profitieren. Das gebotene Schwierigkeitsniveau fand ich perfekt, für HTML- und Javascript-Anfänger ist der Text vermutlich zu schwierig. Die Google-Brille des Autors kommt nur an wenigen Stellen durch, der Text ist relativ neutral.

Die gedruckte (oder besser die von O’Reilly verlegte) Ausgabe basiert auf der Website Dive into HTML5.

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Nur etwa 1,5 Autostunden von Trier entfernt liegt der Nationalpark Eifel, der erst 2004 offiziell gegründet wurde. Das ca. 110 km2 große Gebiet (4,3 % der Größe des Saarlandes :) ist im wesentlichen frei von menschlicher Besiedlung – was vor allem auch dadurch bedingt ist, dass ein Drittel der Fläche ehemaliges militärisches Sperrgebiet ist (Truppenübungsplatz Vogelsang). Der Nationalpark beherbergt den größten zusammenhängenden Buchenwald Europas und bereits mehr als 460 Tier- und Pflanzenarten, die auf der roten Liste stehen. Interessant am Konzept ist, dass man durch die Ablösung der in manchen Bereichen vorherrschenden Fichten-Monokulturen nach und nach eine neue “Wildnis” entstehen lässt.

Um den Park zu erkunden, hatten wir ein Pauschalangebot für den Wildnis-Trail gebucht (inklusive Gepäcktransport, vorgebuchter Unterkünfte, Rücktransfer und Infopaket). Der Weg erstreckt sich von Höfen bei Monschau bis nach Zerkall über insgesamt 85 km, die in vier Etappen bequem bewältigt werden können – wobei “bequem” natürlich abhängig von der eigenen Kondition ist. Anders als beispielsweise beim Schluchtensteig sind die Wege auch mit Hiking-Schuhen gut zu bewältigen – harte Wanderschuhe sind nicht notwendig. Die einzelnen Strecken sind sehr interessant – Wald, Wasser und freie Flächen wechseln sich schön ab. Auch die Beschilderung mit den stilisierten Wildkatzengesichtern ist hervorragend, es gab eigentlich an keiner einzigen Stelle Unklarheit darüber, welche Abzweigung wir nehmen müssen. Zu bemängeln an dem Weg ist eigentlich nur, dass es relativ wenige Plätze gibt, um Rast zu machen. Unsere anfängliche Befürchtung, dass der Weg sehr stark frequentiert sein könnte und man daher in einer Art “Prozession” umherläuft, hat sich überhaupt nicht bestätigt. Die meiste Zeit waren wir völlig alleine unterwegs. Stärker frequentiert waren eigentlich nur die Wege rund um die Hauptsehenswürdigkeiten, wie die Abtei Mariawald, die ehemalige NS-Ordensburg Vogelsang oder das “Geisterdorf” Wollseifen.

Positiv ist uns die gute Organisation durch die Monschauer Land Touristik aufgefallen und auch die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Mitarbeiter in den einzelnen Nationalpark-Toren. Dort werden auch andere Aktivitäten wie beispielsweise geführte Wanderungen mit den Park-Rangern angeboten, so dass es auch durchaus als Tagesausflugsziel interessant sein kann, wenn man denn in der Nähe wohnt.

Mit unseren Unterkünften Haus am See in Einruhr (ACHTUNG: Das Hallenbad hat etwas von einem Eisbad; der selbstgebackene Kuchen ist allerdings hervorragend und entschädigt dafür!), Kurparkhotel in Gemünd und Pension Greuel in Heimbach-Hasenfeld waren wir durchweg zufrieden. In den einzelnen Etappenorten darf man natürlich keine großartige Abendunterhaltung erwarten.

Man kann sich sicherlich die Tour auch selbst organisieren – ob die (mögliche) Geldersparnis den zusätzlichen Zeitaufwand rechtfertigt, muss jeder selbst entscheiden.

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Von Microsoft gibt es mit den “Security Essentials” einen recht brauchbaren Virenscanner, der zudem kostenlos ist. Das erste Update der Virensignaturen in meiner virtuellen Maschine (Windows 7) endete nach mehreren Minuten mit einem Error 0x80072ee2. Ursache ist, dass MSE für Home User gedacht ist, die nicht hinter einem Proxy sitzen (wie ich in unserem Instituts-Netz). Daher versucht das Programm, direkt mit dem Microsoft-Server zu kommunizieren und ignoriert etwaige, in den Internet-Verbindungseinstellungen eingetragene Proxy-Server.

In dem man cmd.exe als Administrator ausführt und folgenden Befehl eingibt, lässt sich dieses Verhalten allerdings ändern und die Security Essentials funktionieren auch hinter einem Proxy.

netsh winhttp set proxy PROXY:PROXYPORT "Bypass List"

(PROXY und PROXYPORT natürlich durch die Werte für den eigenen Server ändern.)

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Gelesen: Search Patterns von Morville & Callender

On 6-03-2010, in Ernst, by Peter Weiland

Als ich von dem Buch Search Patterns aus dem O’Reilly Verlag gelesen hatte, war ich zunächst recht begeistert – “a practical guide to to help us make search better today” ist genau das, was ich zur Zeit benötige, da wir uns am ZPID mit der Verbesserung unserer Suchoberflächen für PSYNDEX herumschlagen. Die Aufmachung des Buches ist dann auch sehr gelungen, es enthält viele Diagramme (die im übrigen unter einer CC 2.0 Lizenz stehen) und sehr viele Beispiele für nach Meinung der Autoren gut zu bedienende Oberflächen.

Das Buch besteht aus 6 Kapiteln. Im ersten Kapitel – Pattern Recognition – wird definiert, was Suchen bedeutet. Es wird dargestellt, wieviele verschiedene Kontexte es gibt, in denen gesucht werden kann, z.B. Suche nach Produkten, nach Musik, nach Personen, Real time Suchen in Microblogging-Diensten etc. Das zweite Kapitel – Anatomy of Search – beschreibt die verschiedenen “Elemente” in einer Suche. Dies sind die User, mit ihren Anforderungen und Vorbildungen, das Interface, die Engine, d.h. die Maschine, die unter eine Suchoberfläche liegt, der Content (z.B. wissenschaftliche Artikel oder Autoteile) und die Creators, das heißt die Personen, Organisationen, die den Content für die Suchmaschine erzeugen. Die einzelnen Elemente werden dann im Kontext betrachtet, z.B. an der Informationsarchitektur von Amazon. Im dritten Kapitel – Behavior – werden sechs verschiedene Suchverhaltensmuster von Nutzern dargestellt, dies sind Quit, Narrow, Expand, Pearl Growing, Pogosticking und Trashing, wobei die letzten beiden Patterns Verhaltensweisen darstellen, die eigentlich Symptome für fehlerhafte Suchoberflächen darstellen. Design Patterns für Suchoberflächen stehen in Kapitel vier im Vordergrund, dies sind Autocomplete, Best First, Federated Search, Faceted Navigation, Advanced Search, Personalization, Pagination, Structured Results, Actionable Results und Unified Discovery. Diese werden anhand vieler Beispiele illustriert. Kapitel fünf enthält dann weitere Beispiele für Suchoberflächen/-funktionen, die von ihrem Inhalt, ihrer Gestaltung oder auch Zielgruppe etwas anders sind, als Google oder Bing und Konsorten. Das Schlußkapitel geht kurz darauf ein, wie man ein “Suchproblem” in einem Projekt angehen kann und es werden einige zukünftige Suchszenarien genauer ausgeführt.

Das (nicht allzu dicke Buch) lässt sich gut lesen, ich war an einem Nachmittag durch. Nach der Lektüre war ich allerdings etwas ernüchtert, da ich nicht sehr viel Neues gelernt habe. Die Suchverhaltensmuster sind für jeden, der sich ein wenig mit Suche beschäftigt hat, offensichtlich, wobei eine solch komprimierte Darstellung natürlich nützlich sein kann. Die Design Patterns kommen mir ein bisschen vor wie ein Bauchladen – manche Patterns, wie z.B. Federated Search, scheinen mir nicht dort reinzupassen. Darüber hinaus fehlt mir die empirische Unterfütterung (wann passt ein bestimmtes Pattern und warum?). Positiv aufgefallen sind mir die vielen Beispiele und die Berücksichtigung mobiler Suchinterfaces, die eine immer größere Rolle spielen.

Wer kann nun von diesem Buch profitieren? Am ehesten Personen, die sich bisher noch nicht intensiv mit “Suche” beschäftigt haben und dieses Thema in ihrer Organisation/Firma vorantreiben möchten. Desweiteren sind die vielen Beispiele und auch die oben erwähnten Zusatzmaterialien (siehe http://searchpatterns.org) für eigene Präsentation sicherlich hilfreich. Für all diejenigen, die sich bereits intensiver mit Suchoberflächen auseinandergesetzt haben, bringt das Buch wie bereits erwähnt wenig Überraschendes.

 

Faule Rumänen?

On 6-09-2009, in Politik, by Peter Weiland

Die diffamierenden Äußerungen von Rüttgers über die Arbeitsmoral rumänischer Arbeitnehmer haben mich sehr geärgert. Mit solch üblen Stammtischparolen Wahlkampf zu machen zeugt von einer ziemlichen Verantwortungslosigkeit und schadet dem europäischen Integrationsgedanken in erheblichem Maße. Darüber hinaus hat er wohl nicht so ganz die Wahrheit gesagt, als nach dem Auftauchen des ersten Videos bei YouTube von einem Ausrutscher gesprochen wurde: Nicht nur auf der Veranstaltung in Duisburg, sondern auch in Münster hat er über die faulen Rumänen gesprochen, die morgens nicht pünktlich zur Schicht kommen und “dann nicht wissen was sie tun”.

Am Institut hatten wir im Laufe der letzten Jahre (und haben immer noch) einige Mitarbeiter/innen aus Rumänien, die sich durch ihren Fleiß und ihre Gewissenhaftigkeit beim Arbeiten ausgezeichnet haben. Wie verletzend müssen für sie solche Aussagen von einem deutschen Spitzenpolitiker sein?

Die vermutlich einzige Konsequenz aus diesem Skandal wird wohl sein, dass Kameras und Fotohandys auf Wahlkampfveranstaltungen zukünftig verboten sein werden. Vermutlich werden einige “findige” Köpfe auch wieder auf die Idee kommen, Videoportale stärker zu reglementieren, um den Bürger vor bösen Inhalten zu schützen…

 

Kopenhagen, Stockholm, Oslo, Bergen, Stavanger

On 14-08-2009, in unterwegs, by Peter Weiland

[flickr_highslide 72157621912763355]

und hier der Link zum Flickr-Photoset.

 

Farbige Markierungen schaffen Ordnung

On 19-07-2009, in Spaß, by Peter Weiland

…wie sich sehr leicht an dieser Graphik zeigen lässt, die in Ausgabe zwei/2009 des Zukunftsmagazin des Fraunhofer-IuK-Verbunds abgebildet ist.

Farbige Markierungen schaffen Ordnung

Ohne die grünen, roten und gelbe Kleckse könnte man überhaupt nichts erkennen :)

 

Vom Netbook zum MacBook

On 3-05-2009, in Apple, Gadgets, by Peter Weiland

Das Netbook-Format finde ich ungemein praktisch, der Asus eee PC hat mir von daher auch treue Dienste als kleiner Unterwegsrechner geleistet. Sehr schade fand ich immer, dass es keine Rechner in diesem Format mit Mac OS X gibt – das MacBook Air ist zwar schön leicht (und sieht auch unverschämt gut aus), aber zum einen mißt es 13 Zoll in der Diagonalen und zum anderen liegt der Einstiegspreis bei ziemlich happigen 1.600 EUR (mit Education-Rabatt).

Seit einigen Monaten gibt es nun eine Alternative: Die Hardware der am Markt verfügbaren Netbooks ist relativ ähnlich der Hardware der MacBooks. Einige findige Köpfe haben es daher geschafft, das Apple-Betriebssystem auf diversen Geräten zum Laufen zu bringen. Dies funktioniert mal besser, mal schlechter – aufgrund diverser Erfolgsstories in den einschlägigen Foren und recht positiver Testberichte habe ich mich für einen Versuch mit dem Samsung NC 10 entschieden.

Welche Schritte sind zu tun, um dem Netbook zur wundersamen Verwandlung in ein MacBook zu verhelfen? Zunächst ist etwas Arbeit an der Hardware notwendig. Die standardmäßig verbaute Atheros WLAN-Karte funktioniert nicht mit OS X. Eine gute Alternative stellt die Dell 1395 dar. Das Wechseln der Karte ist relativ flott erledigt, etwas knifflig ist das Öffnen des Gehäuses. Hier hilft dieses YouTube-Video. Ausser dem Wechseln der WLAN-Karte (im Foto rot umrandet) empfiehlt sich auch eine RAM-Aufrüstung auf zeitgemäßere 2GB.

Geöffnetes Samsung NC 10

Geöffnetes Samsung NC 10

Hat man das Gehäuse wieder geschlossen, dann kann man an die Installation von Mac OS X 10.5.6 gehen. Hierzu braucht man ein Originalmedium, einen USB-Stick mit 16GB (alternativ geht auch ein USB-CD ROM Laufwerk) und einen kleineren USB-Stick mit mindesten 64 MB. Den kleineren Stick benötigt man für das Bootimage, auf den 16GB-Stick habe ich das Image der Mac OS 10.5 Installations-CD gespielt. Ich bin der im Blog von Stuart Shelton beschriebenen Installationsroutine gefolgt, die wenig Rätsel aufgibt.

Direkt nach der Installation hat erfreulich viel funktioniert. Dennoch gibt es einige Stellen, an denen man nacharbeiten muss. Die Umschaltung von Lautsprecher auf Kopfhörer und zurück funktioniert nicht automatisch beim Einstecken des Klinkensteckers, sondern nur über manuelles Umschalten mithilfe einer eigenen Applikation. In jedem Fall sollte man auch Safe Sleep ausschalten, da dies bisher mit der emulierten Firmware nicht unterstützt wird. Wenn man dies nicht tut und der Rechner in den Hibernation-Mode geht, dann wird interessanterweise die BIOS-Einstellung Execute Disable Bit wieder deaktiviert, was dazu führt, dass der Rechner in einer Endlosschleife neu bootet.

$ sudo pmset -a hibernatemode 0
$ sudo nvram "use-nvramrc?"=false

Ziemliche Probleme hatte ich, die Trackpad Preference Pane in den Systemeinstellungen zu bekommen. Die Tipps in den einschlägigen Foren haben mir hier nicht geholfen, die Lösung war die Installation der Keyboard.prefpane aus der Version 10.5.5.

Gar nicht unterstützt wird bisher die Ethernet-Schnittstelle. Man kann diese zwar mit der entsprechenden Extension aus dem Release Candidate von Mac OS X 10.5.7 zum Laufen bekommen, die Schnittstelle hat dann allerdings eine generische MAC-Adresse, was gegebenenfalls zu Problemen führen kann.

Neben der schon verlinkten Installationsanleitung sollte man in jedem Fall auch dieses Forum zu Rate ziehen. Man findet hier auch alternative Treiber, beispielsweise für das Trackpad oder den Audio-Input und hilfreiche Tipps im Problemfall.

Zu guter letzt bringt man natürlich noch einen Apple-Aufkleber auf dem Gehäuse an :)

Meine Erfahrungen mit dem Samsung NC 10 unter Mac OS X sind bisher ausnahmslos positiv, was nicht zuletzt auch an der hervorragenden Hardware liegt: Die Akkulaufzeit ist mit fast 6h auch für lange Zugfahrten ausreichend, die Tastatur ist fast normalgroß und hat einen sehr guten Anschlag. Nicht so gut ist allerdings das Trackpad – wer Apple-Hardware und 2-Finger-Scrolling gewöhnt ist, wird sich umstellen müssen.

Das Betriebssystem selbst läuft flüssig, selbst das Updaten über die Softwareaktualisierung funktionierte bisher problemlos. Ob dies in Zukunft so sein wird, kann man noch nicht absehen. Apple wäre vermutlich problemlos in der Lage, das Mac OS X auf Nicht-Apple-Geräten unbrauchbar zu machen.

Ist das ganze legal? In der EULA (End User License Agreement) steht definitv drin, dass die Installation von Mac OS X nur auf einem Apple Computer gestattet ist. Die Gültigkeit von EULAs ist in Deutschland aber zumindest umstritten, da der Käufer einer Software diese erst nach dem Kauf einsehen kann. Abgesehen davon habe ich kein schlechtes Gewissen, da ich die Mac OS X Lizenz käuflich erworben habe und nur einmal verwende.

Die andere Frage ist, ob sich der Aufwand lohnt. Das NC 10 kostet ca. 400 EUR, dazu kommen noch einmal 35 EUR für die Netzwerkkarte, 20 EUR für die Speichererweiterung und noch einmal ca. 100 EUR für Mac OS X Lizenz, insgesamt also ca. 555 EUR. Dazu kommt natürlich der Zeitaufwand – hier fällt weniger die Installation ins Gewicht, sondern sehr viel mehr die Informationsbeschaffung in den diversen Foren. Der Abstand zu dem leistungsfähigeren weißen MacBook, das zur Zeit mit Education-Rabatt ca. 900 EUR kostet, ist nicht mehr so groß. Die ganze Übung macht also vor allem dann Sinn, wenn man tatsächlich ein kleines, leichtes Gerät haben möchte und weniger ein MacBook zum Schnäppchenpreis. Ich bin jedenfalls sehr zufrieden mit dem System.

Mac OS X auf dem Samsung NC 10

Mac OS X auf dem Samsung NC 10

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Blog-Baustelle

On 24-02-2009, in Uncategorized, by Peter Weiland

Da ich das Blog zu einem neuen Provider umgezogen habe und im Zuge dessen auch endlich mal WordPress aktualisiert habe, gleicht das hier im Moment einer Baustelle. Demnächst gibt es dann auch wieder regelmäßiger Posts…

 

Ein neues Semester…

On 15-10-2008, in Spaß, Trier, Uni, by Peter Weiland

Woran erkennt man, dass an der Trierer Uni das neue Wintersemester angefangen hat? Es hängen alberne Schilder in der Mensa… :)

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