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Oct 11

Nachdem ich heute am zweiten Teil der Second Life Veranstaltung teilgenommen habe (Stanley und Jan hatten zum ersten Teil ja bereits etwas geschrieben), möchte ich hier für mich eine vorläufige Bewertung vornehmen. Tatsächlich stand die Technik und ihr Funktionieren bzw. Nicht-Funktionieren und auch der Neuigkeitseffekt eines virtuellen Seminars doch noch sehr im Mittelpunkt – der Inhalt der Veranstaltung (Web 2.0 und e-learning) war daher eher zweitrangig (wenn auch sinnvoll vorbereitet mit Gruppenausflug und Gruppenarbeiten).

Folgende Punkte sind dabei aufgefallen:

  • Die virtuelle Umgebung schafft tatsächlich mehr Präsenz als eine “einfache” Konferenz über Skype – eine wirkliche nonverbale Kommunikation findet allerdings nicht statt (trotz der eingebauten Gesten: mein Favorit ist /muscle). Nadine hat schön bemerkt, dass Sie gerne den Avatar, der gerade am Sprechen ist, ansehen würde. Optimal wäre hier eine Technik, die es erlaubt, den Sprecher im Raum wahrzunehmen und auch automatisch den Fokus auf diesen Sprecher zu richten. Mit speziellen Kopfhörern/Lautsprechersystem müsste so etwas funktionieren; bei verschiedenen Computerspielen gibt es sowas bereits.
  • Die Technik des Voice Chat scheint noch nicht wirklich ausgereift: uns ist es nicht gelungen eine 3er-Konferenz zu initiieren. Eben hatte ich gerade gelesen, dass der Voice Chat auch erst seit August ausgerollt ist und wohl bei den SL-Veteranen heftigst umstritten ist.
  • Das Benutzerinterface von Second Life, d.h. der Second Life Viewer, ist vorsichtig ausgedrückt suboptimal – vermutlich kann man damit nur dann arbeiten, wenn man die Tastenkürzel verinnerlicht hat (hier scheint aber Besserung in Sicht: am 24. Oktober soll mit dem OnRez Viewer ein einfach zu bedienender Client erscheinen – ich bin gespannt!). Vorstellbar wäre hier ein Controller-Konzept wie es Nintendo mit Wiimote verfolgt: Gesten könnten dann tatsächlich Gesten sein…
  • Das gleichzeitige Verwenden von Second Life und einer Browser-Anwendung wie Google Docs ist sehr umständlich – hier benötigt man den Luxus von zwei Bildschirmen. Zwar gibt es in SL wohl auch Whiteboards, Herrn Kerres zufolge funktioniert dies aber nicht zuverlässig (darüber hinaus lassen sich auf solche Weise erstellte Dokumente nicht vernünftig referenzieren), so dass man doch auf externe Anwendungen angewiesen ist. Denkbar ist aber auch hier, dass es über entsprechende Schnittstellen einen Austausch von Dokumenten zwischen SL und anderen Anwendungen geben kann (gibt es vielleicht ja auch schon…?)

Alles in allem war dies eine sehr spannende Veranstaltung. Unser nächstes Lerngruppentreffen werden wir vermutlich auch in Second Life abhalten, einfach um noch mehr Erfahrungen damit zu sammeln.

2 Responses to “Lernen in Second Life – eine vorläufige Bewertung”

  1. mulTIERmedia - Blog » Ist Second Life für ein Fernseminar notwendig? Says:

    [...] nehme die Frage aus meinem letzten SL-Eintrag noch einmal auf und versuche mich, wieder nach Peter, an einer [...]

  2. Aktuelle News Bildung und Beruf Bäcker - Die Sesshaftigkeitsquote Says:

    [...] Blogeinträge: – Peter Weiland – Jan [...]

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