Der Aufhänger für diesen Post ist, mal zusammenzuschreiben, welche Software für ein Online-Studium wie den Educational Master benötigt wird bzw. welche Software ich benutze. Momentan arbeite ich mit Windows XP, aber ich liebäugle doch sehr stark mit einem MacBook (Pro), daher habe ich mir für jede Software angeschaut, inwieweit diese für alle wichtigen Plattformen verfügbar ist (Win, Mac, Linux).
Die Basics
Unbedingt notwendig sind natürlich ein Webbrowser und ein E-Mail Programm. Hier vertraue ich auf Firefox und Thunderbird. Beide Programme laufen hinreichend stabil, das automatische Updaten funktioniert gut und die gefühlte Sicherheit ist etwas größer als bei Internet Explorer und Outlook Express. In den letzten Wochen benutze ich auch häufiger Flock – dieser Browser basiert genauso wie Firefox auf der Gecko-Engine, hat aber einige nette Features speziell für Web 2.0 Fans. So kann man aus Flock heraus Blog Posts schreiben (funktioniert mit allen gängigen Engines), man kann Bilder zu Flickr und anderen Diensten hochladen, Bookmarks werden nicht nur lokal gespeichert sondern können direkt mit del.ico.us synchronisiert werden (SEHR nützlich!) und es ist sogar ein RSS-Reader integriert. Flock ist zwar noch eine Beta-Version, aber es läßt sich schon sehr flüssig damit arbeiten. Die Mozilla-”Produkte” sind für alle großen Plattformen verfügbar, für Web und e-mail gibt es aber genügend Alternativen.
Weiterhin unabdingbar ist natürlich ein Acrobat Reader, da alle Studienbriefe und Lernmaterialien als PDF vorliegen. PDF ist eigentlich auf allen Plattformen zuhause, daher wäre dies kein Hindernis für einen Switch.
Das vorgegebene Format für die Einsendung der Lernaufgaben ist Word-doc. Ich bin zwar ein großer Fan von open source Software, allerdings konnte ich mich noch nie wirklich mit OpenOffice anfreuden. Die Oberfläche sieht fast genauso aus wie MS Office, teilweise liegen manche Funktionen aber dann doch wieder ganz woanders. Zur Not kann man aber damit arbeiten (unter Linux habe ich gar keine andere Wahl). Momentan benutze ich übrigens die Beta von Word 2007. Meines Erachtens ist Microsoft mit der neuen aufgabenorientierten Oberfläche ein großer Wurf gelungen – bei Word funktioniert dies sehr gut. In der Regel sieht man tatsächlich das, was man aktuell an Funktionen benötigt. Bei Powerpoint hat mich die neue Version hingegen eher frustriert, wobei hier die Geschwindigkeit wohl das Hauptproblem war (allerdings sind die neuen Graphikeffekte wirklich sehenswert – man sollte die Wirkung der Optik bei Präsentationen nie unterschätzen!).
Synchrone Kommunikation
Da unsere Tutoren über ICQ erreichbar sind, ist dies natürlich auch für die Studierenden die erste Wahl. Ich benutze den original ICQ-Client, wobei mich die fortgeschrittenen Features/Gimmicks herzlich wenig interessieren. Ich möchte einfach nur sehen, ob jemand verfügbar ist und ihr/ihm dann eine kurze Nachricht senden. Etwas nervig finde ich das Werbe-Popup.
In unserer Lerngruppe haben wir für VoIP bisher nur Teamspeak (kommt ursprünglich aus der Gamerszene) und die in netucate eingebaute Funktion benutzt. Bei TS hat man das Problem der Verzögerung, bei netucate finde ich es sehr anstrengend, dass auch keine wirklich synchrone Kommunikation möglich ist, da man sich immer erst den Floor holen muss. Beide Tools benötigen einen Client, den man installieren muss. Den iLinc-Client für netucate gibt es nur in einer Windows-Version, d.h. hier käme man bei einem anderen Betriebssystem nur mit Emulation weiter, von TeamSpeak gibt es auch keinen “offiziellen” Client für andere Betriebssysteme. Die andere Lerngruppe benutzt für ihre Lerngruppentreffen wohl auch auch häufig Skype (bzw. die SkypeCast-Funktion, da Skype auf nicht Dual-Core Prozessoren nur 5er Konferenzen unterstützt) und hat damit recht gute Erfahrungen gemacht. Skype ist von der Tonqualität her den vorgenannten Lösungen m.E. ziemlich weit voraus und für alle wichtigen Plattformen verfügbar.
Da dieser Post jetzt doch viel länger geraten ist als ursprünglich geplant, muss ich die wirklich interessanten Sachen (Kreativitätstools, Bookmarkverwaltung, Literaturverwaltung etc.) in den nächsten Beitrag packen.

August 16th, 2006 at 10:21
Hallo Peter, sehr schöne Zusammenstellung. ICQ ist ja “nur” das Protokoll des IM. Mir gefällt der ICQ Client nicht besonders: ich nutze Trillian. Z.B. Gaim wäre für Linux, iChat für den Mac kann auch ICQ. Einen Teamspeak Client gibt es auch für Linux und für den Mac gibt es Teamspeex, der auch relativ gut läuft. Erfahrungen mit Netucate (iLinc) zeigen, dass der Client auch in einer Emulation leider nicht korrekt funktioniert.
Ich bin sehr gespannt auf den nächsten Post :-)
August 16th, 2006 at 12:34
Hallo Axel,
Trillian werde ich tatsächlich mal ausprobieren. Danke für den Hinweis.
Grüße
Peter
August 12th, 2008 at 21:06
[...] > genutzt um sein Microsoft Projekt laufen zu lassen. Gibt es auch für Linux. Aber es zeigt doch, dass es anscheinend keine Projektmanagement-Software für OS X gibt. > Ach ja und zu guter letzt zeigte [...]